Mittwoch, 14. Dezember 2011

Buchempfehlung – “Wachkoma” von Jasmin P. Meranius


Ein Buch für Karrierefrauen – oder welche, die es mal waren

Ich habe ein Buch gelesen, auf das man eigentlich über eine Spendenaktion aufmerksam wurde (da der Erlös der Autorin an ein Kinderhospiz geht).

Das Buch hat mich dann nicht weniger berührt, wie der Beweggrund, es zu kaufen. Es liest sich leicht, obwohl es doch eine schwere Kost ist – eine Kost, die Frauen täglich verdauen müssen, wenn sie sich ihrem Beruf und ihrer Karriere hingeben, wenn sie mithalten wollen mit Männern….
Eine Mittvierzigerin namens Beata ist ganz oben – so weit, dass sie schon gar nicht mehr spürt, wie “losgelöst” sie vom irdischen Dasein ist. Sie rennt im Hamsterrad des Businesses, wie keine andere, bis sie plötzlich eine grausame Feststellung macht. Sie verändert alles.

Die Storry erzählt von einer bitteren Pille, die geschluckt wird von immer mehr Frauen und die sie einem Zusammenbruch nähe bringt. Sie zeigt unsere kranke Leistungsgesellschaft auf eine Weise, als habe man sie nie so gesehen – obwohl man sie täglich sieht und lebt. Und wer den Wald selbst vor lauter Bäumen zurzeit nicht mehr sieht, sollte “Wachkoma” von Jasmin P. Meranius lesen – und sich von dem Titel nicht abschrecken lassen.

Ich habe es gelesen und werde es sicher nicht das letzte mal gelesen haben.Es ist wie die Möwe Jonathan ein Buch, das man in der Nachttischschublade liegen hat und mal wider rausholt, um sich zurück zu holen, wenn man wieder Jobmäßig “ausbrennt”. Es ist außerdem so schrecklich spannend geschrieben, dass man es in einem durchbekommen möchte – und es selbst die Zeit einer erfolgreichen – zeitlich armen – bitter armen Frau, die nur glaubt, sie habe alles – erlaubt, es mehrfach zu lesen.

Sehr empfehlenswert – auch schön zu verschenken an Frauen, die mal einen Gang runter schalten sollten…
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