Montag, 5. August 2013

Fokus Wandel: ten Hompel, Schwärme und EffizienzCluster, Social CRM, Korb, Kampffmeyer, Hesse und C-Books

wohin wird sich die Welt wandeln und wie wird der Wandel bestmöglich gelingen? Wir interessieren uns also neudeutsch für „Change“ und „Change Management“. Unser Wunsch ist es dabei, nicht eine Technik, sondern die Erfolgs-Muster dahinter zu verdeutlichen und so aufzuzeigen, dass sich Schwärme autonomer Fahrzeuge, Social CRM und der Verkauf der HÖRZU und der Weg dahin alle auf gemeinsame Muster reduzieren lassen.
Dabei bin ich sehr froh, dass uns ein Kompetenz-Leuchtturm der Logistik den Weg weist.
Professor ten Hompel hat als Geburtshelfer des Internets der Dinge und der Industrie 4.0 früh erkannt, wohin in Zukunft nicht nur in der Logistik die Reise gehen wird. Schwärme von autonomen, sich abstimmenden Fahrzeugen als Zukunft der Logistik zu erkennen, ist dann keine Kunst mehr, wenn Googles Cars uns irgendwann einmal eine analoge Realität für den Privatgebrauch verkaufen wird (übrigens im ersten Erfolgsmodell mit Hilfe deutscher Technologie von VW und SICK und mit Hilfe eines deutsch-stämmigen Professors, siehe Wikipedia). Eine Kunst ist es hingegen, solche Perspektiven als relevant zu erkennen, lange bevor sie Wirklichkeit werden.
Eine noch größere Kunst ist es, den Wandel nicht nur vorauszusehen, sondern ihn aktiv mit anderen zu ermöglichen. Und auch das ist ihm gelungen. Weit über das Fraunhofer IML oder auch die BVL hinaus, hat er z.B. als Initiator des EffizienzClusters und des Zukunftskongresses die „Kompetenz-Schwärme“ der Logistik vernetzt, um den Wandel voranzubringen.
Und das sind die gewünschten Muster– nicht nur in der Logistik. Komplexität als Treiber und Technologie als Enabler werden generell die Welt wandeln (und auch den Wandel selbst wandeln) in Richtung dezentralerer, autonomerer und intelligenterer und zugleich aber auch vernetzterer Strukturen und Prozesse. Was ist denn Social CRM anderes, als dass die Illusion des monolithischen Markts endlich aufgelöst wird und stattdessen eine Soziologie atomisierter und vernetzter Kundenbeziehungen entsteht? Das wird aber ganz neue Anforderungen an die zukünftigen CRM-Lösungen und ihre Usability stellen.

Und warum hat Döpfner HÖRZU verkauft? Man könnte dies – wie es meistens geschieht – auf PRINT versus DIGITAL reduzieren (mit scheinbar Print ist tot und digital ist die Zukunft). Das verkennt aber, wie viel weiter der Wandel der Medien und des Marketing gehen wird. Digitalisierung muss für Medien Virtualisierung und vor allem Vitalisierung sein, wo neue Strukturen und Prozesse wie oben skizziert entstehen. Das alte zentralistische Content-Monopol der Medien wird durch Forbes, Hufftington & Co in Richtung von Medien abgelöst, die nicht mehr isoliert Content-Produzent sind, sondern partnerschaftliches Medium für „Schwärme“ autonomer, vernetzter „Content“-Partner (Autoren, Leser, Werbekunden). Dann werden "neue" Medien nicht durch Alternativen bedroht, sondern sie sind die Alternative.
Wir nennen das Ganze (immer wieder als unser Mantra) Competence-Networking-Ökonomie und wir glauben, dass die Ökonomie sich generell in Richtung eines dualen Musters von Kompetenz-Netzwerken und Competence Networking wandeln wird, ob es dann Fahrzeug-Schwärme, Social CRM oder „neue Medien“ oder die Branchen-Netzwerke sind, die den Wandel in der Breite vorantreiben (EffizienzCluster, Verbände, ...). Für Unternehmen treten an die Stellen von Abteilungen und Projekt-Gruppen übergreifende Kompetenz-Pools (CoPs) und vernetzte Kompetenz-Teaming-Strukturen (s. Harvard & Co). So werden Unternehmen gleichzeitig sehr nachhaltig und sehr agil und so zukunftsfähig. Auf der neuen Competence Site werden analog Center und Boards diese Dualität abbilden. Und aus Pools von Fahrzeugen, Stationen und Behältern bilden sich die Cyber-Physical-"Teams" für die Abarbeitung von Aufträgen.
Mehr denn je glaube ich allerdings, dass es bei allen Netzwerken auch auf den Einzelnen als Kristallisationspunkt (Initiator, ...) ankommt. Wie sagt es Dueck so schön: „Worauf aber kommt es bei Innovationen an? Auf den, der sie mit Herzblutenergie vorantreibt.“ Damit schließt sich der Kreis wieder mit Professor ten Hompel und seinem Lebenswerk. Wir bräuchten für unsere Zukunftssicherung mehr ten Hompels als Katalysatoren von Netzwerken. So gelingt katalysiert durch Einzelne gemeinsam der Weg von Ideen/Visionen über Konzepte bis in die Praxis.
Sonst machen es am Schluss doch Google & Co mit Ideen Made in Germany!
Mit kooperativen Grüßen,

Ihr Winfried Felser für das Team der Competence Site!
PS: Weitere Kristallisationspunkte Ralf Korb, Dr. Kampffmeyer, Gero Hesse
Auch wenn Sie nicht die Prominenz und Wirkungsbreite eines Professor ten Hompels haben, freue ich mich über die vielen weiteren Kristallisationspunkte in Themen- und Branchen-Communities, die für den Wandel so hilfreich sind. Beispielhaft möchte ich in diesem Report
Ralf Korb (CRM/ERP), Dr. Ulrich Kampffmeyer (EIM) und Gero Hesse (HRM) nennen. Ob durch Studien, Podiumsdiskussionen, Roundtables oder ihre Blogs: Auch sie bringen „ihre“
Themen- und Branchen-Communities als Katalysatoren für den Wandel voran.
PPS: Competence Books als Zugang zu Konzepten und Netzwerken
Alle machen Apps und wir machen Competence Books? Widerspricht das nicht dem oben beschriebenen Wandel. Ganz im Gegenteil: Wir glauben, dass Competence Networking Transparenz über Konzepte und Köpfe braucht und so schaffen unsere Competence Books als „Competence Touchpoints“ diese Transparenz und den Zugang zur Kompetenz. Sie sind die Spitze des Eisbergs, die aber schon den Pfad zur Ganzheit vorbereitet. Was uns besonders freut: Jetzt folgen nicht nur die neuen Themen MES, I 4.0, ..., sondern vor allem auch unser erstes internationales Competence Book: BPM erscheint auch auf Englisch!

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