Donnerstag, 25. April 2013

Ella Fitzgerald


Ella Fitzgerald und die frittierten Hühnchen

Unnützes Google-Doodle-Wissen /
Von Tobias Dorfer / Süddeutsche.de
 Unnützes Google-Doodle-Wissen

Google ehrt die Jazzsängerin Ella Fitzgerald mit einem Google Doodle.

(Foto: Screenshot Google)
Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: Geburtstag der 1996 gestorbenen Jazzsängerin Ella Fitzgerald.
Das ist zu sehen:
Der Google-Schriftzug verschwindet fast hinter dem Star des Tages. Die Bühne gehört Ella Fitzgerald, die am 25. April 1917 geboren wurde (wobei ältere Biographien 1918 als Geburtsjahr angeben). Das Google Doodle zeigt die legendäre Jazz- und Soulsängerin aus den USA - die übrigens keine Noten lesen konnte - am Mikrofon, im Hintergrund sorgt ihre Band für den richtigen Sound.
Dinge, die Sie wissen müssen:
  • 1934 gab es das Supertalent und Dieter Bohlen noch nicht, gnadenlose Talentshows jedoch, die gab es schon vor RTL-Zeiten. Zum Beispiel in New York, dort waren die Zuschauer der Wednesday Amateur Shows geradezu berüchtigt. Wer da bestehen wollte, musste etwas können. Ella Fitzgerald wählt ausgerechnet die Show im Apollo-Theater in Harlem für ihren ersten Auftritt. Sie wollte tanzen, doch dann zeigt sie Nerven. Weil die Füße zittern singt Ella Fitzgerald den Schlager "Judy" - und begeistert alle. Eine große Musikerkarriere beginnt.
  • Dass man als Groupie durchaus Erfolg haben kann, bewies ein gewisser Benjamin Kornegay. Der Hafenarbeiter war großer Fan von Ella Fitzgerald und folgte ihr und ihrer Band zu vielen Auftritten. 1941 heiratete die Sängerin ihn, doch die Ehe hielt nur zwei Jahre. Wegen seiner kriminellen Vergangenheit ließ Ella Fitzgerald die Ehe annullieren.
  • Anfang 2007 brachte die US-Post eine Gedenk-Briefmarke mit dem Bild von Ella Fitzgerald heraus. Die Marke ist Teil der Black-Heritage-Reihe. Damit werden seit 1978 Farbige ausgezeichnet, die große Verdienste in der amerikanischen Geschichte erworben haben. Neben Ella Fitzgerald gibt es unter anderem Marken von der Bürger- und Frauenrechtlerin Ida B. Wells sowie von dem Richter Thurgood Marshall.
  • Immer wieder hatte Ella Fitzgerald Probleme wegen ihrer dunklen Hautfarbe. Farbige Musiker durften damals in den USA in vielen Clubs nicht auftreten, auch in Hotels oder Restaurants wurden sie diskriminiert. Einer der wichtigsten Clubs von Hollywood war damals das Mocambo, auch dort wollte man Ella Fitzgerald nicht haben - bis sich eine prominente Fürsprecherin für sie einsetzte. Wie Fitzgerald erzählte, rief Monroe den Besitzer des Mocambo an und sagte, sie würde jeden Tag einen Tisch buchen, wenn Fitzgerald auftrete. Der Besitzer stimmte zu, Fitzgerald sang und Marilyn Monroe saß im Publikum. "Danach musste ich nie wieder in den kleinen Jazzclubs spielen", sagte die Jazz-Musikerin.
  • Und noch einen Fan hatte Ella Fitzgerald. France Gall, Sängerin aus Frankreich und Siegerin des Eurovision Song Contests 1965, bewunderte die Jazzsängerin aus den USA so sehr, dass sie ihr ein Lied widmete. "Ella elle l'a" ("Ella, sie hat es") heißt der Song, der im Jahr 1988 erschien und immerhin vier Wochen lang die Spitzenposition der deutschen Charts belegte. Noch heute wird das Lied regelmäßig von den Radiostationen gespielt - ein echter Ohrwurm eben.
Interessant für:
Jazz-Fans, France Gall und DSDS-Kandidaten mit Lampenfieber.
Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:
"Wusstet ihr, dass Ella Fitzgerald Werbung für Kentucky Fried Chicken gemacht hat?"

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